Bauproduktionswert 01-11 / 2009: 14.121 Mio € (- 5,3 %)
In den Berichtsperioden Jänner bis November 2009 erwirtschafteten die österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen nach Berechnungen der Statistik Austria einen Bauproduktionswert von 14,1 Mrd. Euro. Das bedeutete ein Minus von 5,3% im Vorjahresvergleich. Dabei mussten sowohl der Hochbau (7,5 Mrd. Euro bzw. -1,0%) als auch der Tiefbau (6,0 Mrd. Euro bzw. -10,5%) teils massive Produktionsrückgänge hinnehmen. Die Daten des Baunebengewerbes sind hier nicht berücksichtigt.
Der Rückgang im Hochbau um 1,0% resultiert aus der negativen Entwicklung der Sparten Sonstiger Hochbau (-6,8%), Wohnungs- und Siedlungsbau (-2,8%) sowie Adaptierungsarbeiten im Hochbau (-2,3%), wogegen die Produktion im Industrie- und Ingenieurbau (+22,7%) einen positiven Trend aufwies.
Im Tiefbau zeichneten die Bausparten Brücken- und Hochstraßenbau (-38,7%), Tunnelbau (-29,8%), sonstiger Tiefbau a.n.g. (-12,6%), Wasserbau (-11,4%), Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (-4,4%) sowie Bau von Straßen (-3,2%) für die insgesamt negative Entwicklung (-10,5%) der Gesamtsparte verantwortlich. Belebend wirkte hier nur die Sparte Bau von Bahnverkehrsstrecken (+26,0%).
Der Produktionswert der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in den Berichtsperioden Jänner bis November 2009 mit rund 5,8 Mrd. Euro um 3,9% über jenem des Vorjahresvergleichszeitraums.
Mit einem Anteil von 65,2% an der Gesamtinvestitionssumme der öffentlichen Hand im Bauwesen übertraf die Sparte Tiefbau (insgesamt 3,8 Mrd. Euro, -5,0%) die Bausparte Hochbau (insgesamt 1,8 Mrd. Euro und somit ein Anteil von 31,4%). Dabei verzeichnete der Hochbau gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 28,0%.
Zuwächse waren in den Teilsparten Industrie- und Ingenieurbau (+164,2%), Bau von Bahnverkehrsstecken (+24,6%), sonstiger Hochbau (+19,6%), Adaptierungsarbeiten im Hochbau (+9,2%), Brücken- und Hochstraßenbau (+5,2%) sowie sonstiger Tiefbau a.n.g. (+0,7%) zu beobachten, wogegen sich das Produktionsvolumen in den Teilsparten Tunnelbau (-31,1%), Wasserbau (-12,5%), Wohnungs- und Siedlungsbau (-4,1%), Bau von Straßen (-2,3%) sowie Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (-1,3%) mehr oder weniger stark verminderte.
Quelle: Statistik Austria
Anmerkung:
Die vorliegenden Ergebnisse (mit Beginn des Jahres 2008 nach ÖNACE 2008 anstatt der bis einschließlich 2007 anzuwendenden ÖNACE 2003) basieren auf der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, in die all jene Unternehmen einbezogen werden, die eine Beschäftigtengrenze (20 und mehr Beschäftigte) und/oder eine Umsatzgrenze (eine Mio. Euro und mehr Umsatzerlöse) überschreiten. Sie repräsentieren rund 90% der Gesamtproduktion.
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