Jahresinflationsraten 2009 in Europa
1) Euro-Zone (Inflationsrate der Währungsunion): gewichtetes Mittel der HVPI-Werte von nunmehr 15 Teilnehmerstaaten (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Slowenien, ab 2008 Malta und Zypern).
2) EVPI (Europäischer Verbraucherpreisindex): Gewichtetes Mittel der HVPI -Werte aller Staaten der Währungsunion sowie Bulgarien, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn
und Vereinigtes Königreich.
Die von der Statistik Austria berechnete Inflationsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI betrug im Jahr 2009 0,4%. Damit lag der österreichische HVPI deutlich unter dem EUDurchschnitt von 1,0% und leicht über dem Wert der Eurozone von 0,3%.
Die drei Länder mit den niedrigsten Inflationsraten wiesen jeweils negative Werte auf (Irland -1,7%, Portugal -0,9% und Spanien -0,3%) und sind alle drei Mitglieder der Eurozone. Den höchsten Wert in der Eurozone hatte Malta mit 1,8%, innerhalb der EU führte Rumänien mit 5,6%.
Im Allgemeinen hatten die Länder außerhalb der Eurozone mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,7% höhere Werte als die Länder der Eurozone.
In der ersten Jahreshälfte 2009 bewegte sich die österreichische Inflationsrate gleichförmig mit dem Durchschnitt der Eurozone. In der zweiten Jahreshälfte waren die österreichischen Inflationsraten überdurchschnittlich, wobei im August 2009 ein Höhepunkt von 0,4 Prozentpunkten Differenz zum Eurozonendurchschnitt erreicht wurde.
Erst gegen Jahresende konnte diese Schere wieder geschlossen werden. Im Vergleich zur EU wies Österreich im gesamten Jahresverlauf eine unterdurchschnittliche Entwicklung auf.
Quelle: Statistik Austria
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