Bauproduktionswert 01-04 / 2009: 3.908 Mio € (- 2,4 %)
In den Berichtsperioden Jänner bis April 2009 erwirtschafteten die österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen nach Berechnungen der Statistik Austria einen Bauproduktionswert von 3,9 Mrd. Euro. Das bedeutete ein Minus von 2,4% im Vorjahresvergleich.
Die Produktion nach Bausparten entwickelte sich unterschiedlich; während im Hochbau ein Plus von 3,8% erzielt werden konnte, verzeichnete der Tiefbau im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 10,7%. Die Daten des Baunebengewerbes sind hier nicht berücksichtigt.
Der Anstieg im Hochbau (+3,8%) resultiert aus der positiven Entwicklung der Sparten Industrie- und Ingenieurbau (+76,3%) sowie Adaptierungsarbeiten im Hochbau (+0,9%), wogegen die Produktion im sonstigen Hochbau (-11,5%) sowie im Wohnungs- und Siedlungsbau (-7,4%) einen rückläufigen Trend aufwies.
Im Tiefbau zeichneten die Bausparten Tunnelbau (-23,6%), Brücken- und Hochstraßenbau (-21,3%), sonstiger Tiefbau a.n.g. (-15,3%), Wasserbau (-10,1%), Bau von Straßen (-7,6%) sowie Bau von Bahnverkehrsstrecken (-1,4%) für die insgesamt negative Entwicklung (-10,7%) der Gesamtsparte verantwortlich. Leicht belebend wirkte hier nur die Sparte Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau (+4,1%).
Der Produktionswert der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in den Berichtsperioden Jänner bis April 2009 mit 1,6 Mrd. Euro um 10,9% über jenem des Vorjahresvergleichszeitraums.
Zuwächse waren in den Teilsparten Industrie- und Ingenieurbau (+411,4%), sonstiger Hochbau (+17,0%) sowie Adaptierungsarbeiten im Hochbau (+11,9%) zu beobachten, wogegen sich das Produktionsvolumen in den Teilsparten Tunnelbau (-30,6%), Wasserbau (-25,1%), Bau von Bahnverkehrsstrecken (-14,2%), Wohnungs- und Siedlungsbau (-9,0%) sowie sonstiger Tiefbau a.n.g. (-8,1%) mehr oder weniger stark verminderte.
Mit einem Anteil von 55,3% an der Gesamtinvestitionssumme der öffentlichen Hand im Bauwesen übertraf die Sparte Tiefbau (insgesamt 876,4 Mio. Euro, -11,8%) die Bausparte Hochbau (insgesamt 658,5 Mio. Euro und somit ein Anteil von 41,5%). Dabei verzeichnete der Hochbau gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 66,7%.
Anmerkung:
Die vorliegenden Ergebnisse (mit Beginn des Jahres 2008 nach ÖNACE 2008 anstatt der bis einschließlich 2007 anzuwendenden ÖNACE 2003) basieren auf der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, in die all jene Unternehmen einbezogen werden, die eine Beschäftigtengrenze (20 und mehr Beschäftigte) und/oder eine Umsatzgrenze (eine Mio. Euro und mehr Umsatzerlöse) überschreiten. Sie repräsentieren rund 90% der Gesamtproduktion.
Regionale Verteilung - Wert der technischen Gesamtproduktion
Quelle: Statistik Austria
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